Ausflugsziele

Benajarafe – ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge und Rundreisen

Ausflüge und Rundreisen innerhalb Andalusiens und nach Marokko werden von vielen Veranstaltern angeboten. Ohne große Probleme können Sie dies aber auch selbst unternehmen, beispielsweise mit unserem großräumigen Mietwagen (Dacia – 7 Sitzer). Die Entfernungen zu allen Sehenswürdigkeiten Andalusiens sind ausgehend von Benajarafe nicht all zu groß. In maximal 2 Autostunden erreichen Sie die entferntesten Ziele (Sevilla, Cordoba, Gibraltar).

 

Ausflugsziele (km)

… die Provinzhauptstadt mit Flughafen und Universität und bekannte Hafenstadt, besitzt ein elegantes Zentrum mit einer sehr schönen Fußgänger- und Einkaufszone. In dieser modern entwickelten Stadt leben ca. 1 200 000 Einwohner.

Es gibt aber auch noch das alte Malaga mit seinen Sehenswürdigkeiten:

  • Stierkampf-Arena
  • Cathedrale
  • Palast der Alcazaba
  • Römisches Theater
  • Festung Catillo del Gibralfaro
  • Archeologisches Museum
  • u.v.m.

Aber auch Picasso ist in Malaga geboren. Das Haus Nr. 15 auf der Placa de la Merced ist sein Geburtshaus. Die Picasso-Stiftung und das Picasso-Museum sind im Palacio de los Condes de Buenavista untergebracht.

Velez Malaga / Torre del Mar

Nur 4 km von der Küste entfernt, liegt im fruchtbaren Tal des Flusses Vélez die Stadt Vélez-Málaga, die zusammen mit dem Küstenort Torre del Mar eine Doppel-Stadt bildet.
An der Schnittstelle beider Städte sind die großen Einkaufszentren mit vielen anderen Handwerks- und Handelsbetrieben angesiedelt. Außerdem befinden sich hier ein neues und modernes Krankenhaus und ein großes Vergnügungsbad. Vélez-Málaga ist die Hauptstadt der Axarquia und hat ca. 50 000 Einwohner.

Auf der beschaulichen Plaza España halten sich gern die Senioren der Stadt auf. Im unteren, moderneren Teil von Vélez-Málaga findet man Eiscafés, Mode- und Papiergeschäfte.

Den höchsten Punkt der Stadt nehmen die Wachtürme einer maurischen Festung ein. Der quadratische, gestufte Glockenturm der Iglesia de Santa María la Mayor war einst ein Minarett. Die dreischiffige Kirche ist im gotisch-mudéjaren Stil gehalten, eine kostbare Artesonadodecke schmückt die Altarkuppel. In den engen Gassen der Altstadt sitzen weiße Hauswürfel auf farbig gekachelten Sockeln; in den Treppensträßchen treffen sich die Bewohner gerne zum Plaudern.

…wurde mit dem Titel geehrt, das schönste und das best erhaltene Dorf der berühmten „Pueblos Blancos“ (weiße Dörfer) in der Provinz Andalusien zu sein.

Den Ort muß man aber erwandern, denn die Durchfahrt mit dem Auto ist nicht möglich. Es lohnt sich aber allemal!

Der Ort wurde vor mehr als 5000 Jahren eingenommen, und seine engen Kopfsteinpflastergassen sind umgeben von einer herrlichen Berglandschaft.

Die ruhigen engen, gewundenen Gassen geben den maurischen Charakter wieder. Einer der attraktivsten Elemente des Ortes sind die Unmengen von Blumen und Pflanzen, die aus den Blumenkästen in den engen Gassen ragen.

Der Ortsname stammt von der lateinischen Bezeichnung Compita Orum, was „Wegkreuzung“ oder „Treffpunkt“ bedeutet. Damit sind die Plätze gemeint, an denen die Römer ihre compitalia abhielten, die Feiern zu Ehren ihrer Weggötter.

Niemand, der sich auf der Rosinen- und Weinroute durch das Gebiet Axarquía befindet, kommt an diesem Kleinen Ort von 3000 Einwohnern vorbei.

Es lohnt sich, zu Fuß durch die verwinkelten, steilen Gassen von Cómpeta zu spazieren und den Ort zu erkunden, der für seinen Wein bekannt ist. Einige Weinkellereien keltern sogar eine lokale Sorte, den süBen, trockenen Wein aus Cómpeta. Das zweite Produkt, das weit über die Grenzen seines Gemeindegebietes bekannt ist, sind die Rosinen, die hier auf traditionelle Art unter idealen Luftverhältnissen und betsmöglicher Sonneneinstrahlung produziert werden.

Im August findet in Cómpeta die „noche del vino“ (Nacht des Weines) statt, eines der wichtigsten Feste im Ort, bei dem unter den Bewohnern und Besuchern kulinarische Köstlichkeiten ausgeteilt werden wie geröstete Brotkrumen, Fencheleintopf, gebratener Kürbis und der oben erwähnte süßliche Wein.

Ein Besuch ist absolute Pflicht. Nur die Zufahrt führt allerdings noch über eine alte Bergstraße.

… ist der Sport- und Fischereihafen in der Axarquia.

Es grenzt unmittelbar an Torre del Mar an. Die reizvolle Mischung aus Sport- und Fischereihafen verleiht ihm einen rustikalen Charme, der seinesgleichen sucht. Neben diversen Bars kommt man auch in verschiedenen Spezialitätenrestaurants auf seine Kosten.

Der Hafen von La Caleta gehört nach wie vor den Fischern und ist von Fangmenge und Qualität der nach Malaga Bedeutenste der Costa del Sol.

Nerja, Fremdenverkehrshauptastadt der Axarquía, befindet sich an der östlichen Provinzgrenze, 50 km von Málaga entfernt. Die Ruhe des Dorfes, das noch die Atmosphäre seiner maurischen Vergangenheit bewahrt, sowie das Freizeitangebot und der 9 km lange, mit modernen Serviceleistungen ausgestattete Strand (von der berühmten Playa Burriana bis zu den Kleinen unberührten Buchten der Steilküste von Maro) machen Nerja gegenwärtig zu einem hervorragenden Ziel – sowohl für Besucher die Ruhe und Erholung suchen als auch für zahlreiche Künstler, die sich hier niedergelassen haben.
Das historische Zentrum beginnt am „Balcón de Europa“ (Balkon Europas), einer ehemaligen Burg aus dem 9 Jhd.. Der Balcón de Europa ist eine Klippe am Meer, die von zwei Stränden schützend eingeschlossenen ist, und die viele Besucher wegen der fantastischen Aussicht auf das Meer anlockt.
Die Alstadt bietet auch die Möglichkeit, durch die traditionellen Geschäfte zu schlendern, in denen kunsthandwerklich gefertigte Gegenstäde und Produkte der Gegend angeboten werden.

Nerja pflegt seine Traditionen: das Volksfest, die Karwoche, die Wallfahrt romería de San Isidro, der Tag de Hl. Johannes oder der Hl. Carmen werden auf besondere Weise gefeiert.
Von seinem kulturellen Angebot ist Nerja wahrscheinlich mehr für seine Höhlen bekannt, die 6km weiter im Inland liegen. 1959 haben kleine Jungen beim Spielen den Eingang zu diesem großen Komplex von Tropfsteinhöhlen entdeckt. Die Höhlen werden besonders geschützt und sind dementsprechend auch in guter Verfassung, es sind nur einige Teile für die Öffentlichkeit zugänglich. In einigen nicht der Öffenlichkeit zugänglichen Höhlen finden sich prähistorische Wandmalereien von Menschen und Tieren wieder. Es wird angenommen, dass die Höhlen zwischen 20 000 v.C. und 1800 v.C. bewohnt wurden. Sehr interessant ist die Halle von Bethlehem, die voll mit Stalagmiten und Stalagtiten ist. Die Halle der Wasserfälle ist Kulisse für das Festival der Höhlen, welches im Juli stattfindet. Die Halle des Kataklysmus, deren heruntergefallenen Steine auf ein vergangenes Erdbeben hindeuten, beinhaltet in der Mitte eine mächtige Säule, die in jahrtausenden aus einem Stalagmiten und einem Stalagtiten zusammengewachsen ist. Mit 32 Metern ist diese Säule, die größte ihrer Art in der Welt.

Fürs leibliche Wohl gibt es sowohl ein umfangreiches Angebot an internationalen Restaurants wie auch die Klassischen Wirtshäuser und Fischrestaurants, in denen Platten mit frittierten Fisch angeboten werden.

Mijas und Mijas Costa

Mijas und Mijas Costa sind heutzutage zwei geteilte Gemeinden. Während Mijas Costa an der Küste gelegen ist und viele der kleinen Küstenstädte in der Nähe Fuengirolas zu sich zählt, ist Mijas ein kleines Dorf, das in den Hügeln über Fuengirola thront. Es ist eines der schönsten, der sogenannten „weißen Dörfer“ mit seinen kleinen weißgestrichenen Häusern, eingebettet in den Berghang. Die kleinen Straßen werden ausschliesslich von Fußgängern und Eseln, die als Taxis dienen, benutzt. Es gibt viele kleine Geschäfte, die handwerkliche Gegenstände, wie Lederarbeiten, Keramikwaren und andere traditionelle Erzeugnisse, verkaufen. Im Bereich des Kunsthandwerks sind die Arbeiten mit ziseliertem Silber, Espartogras und Korbweide am bekanntesten. Mijas hat eine Stierkampfarena mit einer eigenartig ovalen Form, interessante Kirchen und andere schöne Monumente aus römischer, maurischer und spanischer Geschichte zu bieten. Der alte Weg von Mijas nach Benalmadena wird gezäumt von Kiefern und kleinen Chalets und wirkt wie ein endlos langer Balkon mit einer fantastischen Aussicht auf das Meer. Während der Hochsaison finden sich sehr viele Touristen aus den umliegenden Küstenorten in Mijas ein. Im oberen Teil verwandeln sich die Straßen in Treppen und je höher man steigt, desto ruhiger werden die Cafe´s, Bars und Restaurants.

An der Mijas Costa findet man ebenfalls einige sehr berühmte Golfplätze und das luxuriose Byblos Hotel, welches die Reichen und Schönen beherbergt, wie z.B die Rolling Stones.

Die lokalen Feste zu Ehren der Jungfrau Virgen de la Peña, der Schutzheiligen der Ortschaft, finden in der ersten Septemberhälfte statt. Neben den zahlreichen internationalen Restaurants können einige Gerichte der lokalen Küche hervorgehoben werden: salmorejo (kalte Tomatencreme), maimones (Brotsuppe), cachorreñas (Bitterorangensuppe) und gaspachuelo (Kartoffelsuppe mit Mayonnaise) sowie das typische Gebäck wie die buñuelos und die hornazos.

Die Umgebung und auch der Stadtkern von Alhama de Granada liegen inmitten einer äußerst eindrucksvollen Landschaft. Der Ausblick von der Altstadt hinunter in die mehr als 2 Quadratkilometer große Schlucht ist atemberaubend. Der französische Dichter Teófilo Gautier beschrieb 1840 die Stadt sehr treffend: „Es hängt die Stadt einem Adlernest gleich an einem enormen Felsen, unter dem das kristallklare Wasser des Marchan fließt.“

Von der Küste erreicht man Alhama de Granada am besten über Torre del Mar und Vélez Málaga. Der weg über die kurvenreiche Strecke führt vorbei an mächtigen Felsen und farbenreichen Landschaften.

Alhama de Granada wurde von den Tartessiern gegründet. Zur Römerzeit (100 v.Chr.) war es ein bekannter Kurtort, dessen Quellen mit knapp 50°C heißem Wasser und die bergige Lage ihn weithin bekannt machten. Bäder, hochkomplizierte Bewässerungssysteme und die alte Brücke, die auch heute noch zu sehen ist, entstanden in dieser Zeit. Die späten Eroberer, die Mauren, waren sehr angetan von den heißen Quellen. Der heutige Name „Alhama de Granada“ stammt von den Mauren und bedeutet soviel wie „heißes Wasser von Granada“. Im Mittelalter nach der Rückeroberung durch die Christen erlebte die Stadt eine Blütezeit. Die Katholischen Könige ließen die Iglesia (Kirche) Mayor im spätgotischen Stil erbauen. In ihr sind alle Stickereien aufbewahrt, von denen einige der Königin Isabel von Kastilien zugeschrieben werden.

… ein Name der Erinnerungen weckt, Träume und Sehnsüchte hervorruft.

„Gib ihm ein Almosen Weib, denn nichts in der Welt kommt dem Schmerz gleich, blind zu sein in Granada.“

Dieser am Pulverturm der Alhambra eingemeißelte Vierzeiler ist längst zum Motto Granadas geworden.

Das maurische Juwel Granada, zweifellos eine der Perlen Spaniens, zählt zu den von Touristen meistbesuchten Orten der Welt. Die langjährige Hauptstadt des maurischen Andalusiens verfügt über die wichtigsten Monumente aus dieser Epoche, allen voran die weltberühmte Festung und Palastanlage „Alhambra“ , die ihren maurischen Namen dem Berg verdankt , auf dem sie steht (Alhambra = der Rote).

Diese einzigartige Palastanlage der moslemischen Welt beherrbergt neben Prunkhöfen, Arkaden und Säulengalerien vor allem faszinierende Gartenanlagen. Terrasse,, Springbrunnen, Teiche, Treppen und Bassins fügen sich wie von selbst aneinander.

Das wohl älteste Stadtviertel Granadas, das „Albaicin“, welches von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, hat mit seinen weiß gekalkten Häuschen, den engen, verwinkelten Gassen und den unzähligen Plätzen seinen ursprünglichen Charme behalten. Zwischen christlichen Kirchen und Klöstern befinden sich noch heute maurische Bäder, Wohnhäuser und zwischendrin die sogenannten „carmenes“; das sind ummauerte Gärten mit berauschendem Blütenduft. Dies sind beeindruckende Zeugnisse von fast 800 Jahren arabischer Herrschaft.

Spazieren Sie durch wunderschöne Gärten und blumengeschmückte enge Straßen, genießen Sie in einer der zahlreichen typischen Tavernen „Treveléz“-Schinken mit Wein aus der Umgebung, und atmen Sie die Atmosphäre jahrhundertealter Geschichte, von der Sie überall umgeben sind. Zigeuner singen „Flamenco“ in den Straßen und auf den Plätzen, und ein Besuch ihrer „Cuevas“ – Höhlen – im Berg von Sacromonte, wo viele von ihnen tatsächlich noch heute leben, sollte ein Muss eines Granadabesuchs sein. Auch die zahlreichen regionalen Festlichkeiten, die sowohl christlichen wie auch maurischen Traditionen folgen, sind äußerst attraktiv.

Geographisch liegt Granada am Fuß der „Sierra Nevada“, dem höchsten Bergmassiv Spaniens (der höchste Berg, Mulhacén, ist 3478 m hoch), mit einem hervorragenden Wintersportangebot.

Zu Granadas spekatulärsten landschaftlichen Attraktionen gehört auch die schneebedeckte Bergkette der Sierra Nevada mit ihrem Wintersportzentrum und dem Naturschutzpark. Dieses sonnenreichste Skigebiet ist nur ca 130 km entfernt. Diese ungewöhliche Nähe von Meeresstrand und Schnee beschert dem Interessierten die Möglichkeit, die sommerlichen mit den winterlichen Urlaubsfreuden kombinieren zu können.

Der höchste Gipfel der Sierra Nevadea ist der Mulhacen mit 3482 m. Etwa 30 km von Granada entfernt liegt auf etwa 2080 m Höhe das Wintersportzentrum Solynieve. Sol y nieve – das heißt Sonne und Schnee – umschreibt am besten den Reiz dieses Ortes, der in etwa 255 Sonnentage aufweist. Die Sierra Nevada war 1996 Austragungsort der alpinen Ski-Weltmeisterschaften und gehört zu den modernsten Skigebieten Europas, das sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene Skifahrer alles bietet. Die Sierra Nevada ist schneesicher von November bis Mai.

Inmitten der bizarren und fast unwirklichen Berglandschaft der Serranía de Ronda befindet sich, am Rande eines 120 Meter tiefen Abgrundes, diese unglaubliche Stadt.

Kaum jemand hat je die 122 Kilometer weite Anreise (von Malaga aus) durch ein Labyrinth enger Bergstraßen bereut, wenn plötzlich vor ihm Ronda auftaucht. Nicht nur die Römer und Mauren hinterließen ihre Spuren, sondern auch Goya, Hemmingway und Rilke machten den Ort bekannt. Laut dem Dichter Rainer Maria Rilke gibt es in ganz Spanien nichts Überraschenderes als diese Stadt: „Eine spanische Stadt als Wachtturm in einer phantastischen und großartigen Art und Weise…“

Die Entwicklung Rondas wurde vor allem durch die Römer und Mauren geprägt:

Die Römerzeit
Nahe Ronda befinden sich die Reste der römischen Siedlung Acinipo, die unter anderem in den Schriften von Plinius erwähnt wird. Besonders gut erhalten ist das Amphitheater. Nach dem Untergang von Acinipo und nach dem Untergang des Römischen Reiches, gewann die Stadt Ronda zunehmend an Bedeutung und Status. Als Bedeutendstes dieser geschichtlichen Ereignisse, tritt das muslimische Zeitalter hervor, dank seiner einzigartigen Kultur und deren Ausdruck, die noch heute im Alltag lebendig ist (Städtebau, Gastronomie, Traditionen, Bausysteme, usw).

Die Maurische Epoche
Izn-Rand Onda, wie Ronda unter den Mauren hieß, war eine der wichtigsten Städte im muslimischen Spanien. Erhalten sind die „Baños Árabes“, die arabischen Bäder, die Brücke „Puente Viejo“, sowie zwei kleinere Paläste: „Casa del Gigante“ und „Casa de Mondragón“. Letzterer wurde von den katholischen Königen nach der Eroberung Rondas von den Mauren – einem wichtigen Prestigeerfolg bei ihrem Zug auf Granada – bewohnt.

Die Epoche der Rückeroberung
Das herausragendste Bauwerk aus dieser Zeit ist das Kloster „Colegiata de Santa Maria la Mayor“ , erbaut an jener Stelle, wo sich zuvor die maurische Moschee befunden hatte.

Im 18.Jahrhundert und mit Beginn des Modernen Zeitalters wurden die wichtigsten Denkmäler der ehemaligen und aktuellen Aristokratie der Stadt gebaut: die „Puente Nuevo“ (Neue Brücke) und die „Plaza del Toros“, die älteste Stierkampfarena Spaniens, die auch das „Museo Taurino“ (Stierkampfmuseum) beherrbergt. Ronda wird deshalb auch als Geburtsstätte des Stierkampfes bezeichnet. Die große Mehrheit der 34.000 Einwohner lebt im neuen Stadtteil „El Mercadillo“, nur durch die imposante Brücke Puente Nuevo von alten Stadtkern „La Ciudad“ getrennt.

Von Ronda aus kann man Ausflüge zu den „weißen Städten“ unternehmen.

Grazamela
Der Ort besitzt eines der höhsten Regenniveaus der iberischen Halbinsel. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Grazalema eine der wichtigsten Haltestellen auf dem Schmuggelweg landeinwärts und Heimat zahlreicher Banditen und Schmuggler.

Zahara
Zahara befindet sich von Cadiz kommend auf dem Weg der weißen Dörfer und besitzt mit seinem Stausee, den umliegendenTälern und Bergen sowie seiner Burg einen herlichen Ausblick. Die Einwohner von Zahara kümmern sich vornehmlich um die Landwirtschaft und die Viehzucht. Es wurde als küntlerisches und geschichtliches Dorf 1983 ernannt

Sentenil
Setenil ist ein besonders aussergewöhnlicher Ort der durch seine grosse Anzahl von in Stein gegrabenen Höhlenwohnungen auffällt. Während des arabischen Zeitalters war Setenil einer der best befestigsten Orte der Gegend und konnte während der Belagerung durch christliche Truppen starken Wiederstand leisten.

… liegt In nördlicher Richtung 46 Kilometer von Malaga entfernt, bekannt vor allem wegen seiner bedeutenden Funde aus der Bronzezeit.

Das 4500 Jahre alte Dolmen de Antequera ist eine von 15 ringförmig angeordneten Felsblöcken umgebene Grabkammer.

Nur wenige Kilometer außerhalb Antequeras befinden sich drei weitere prähistorische Grabstätten: Cueva del Romeral, Cueva de Viera, und Dolmen de Menga.

Die Stadt bietet aber auch interessante Bauwerke jüngeren Datums, wie etwa

  • die Arabische Burg,
  • das gewaltige Stadttor Puerta del Arco de los Gigantes, errichtet 1585 als Ersatz für das alte maurische Tor. Früher war es von einer gigantischen Statue des Hercules, der es seinen Namen verdankt, gekrönt.

Im Stadtmuseum sind zahlreiche interessante Objekte vor allem prähistorischer und römischer Zeit ausgestellt. Besonders erwähnenswert ist die römische Statue „Efebo de Bronce de Antequera“ aus dem 1. Jahrhundert.
Interessante religiöse Bauwerke sind die Colegiata de Santa Maria la Mayor, eines der schönsten Renaissance-Gebäude in ganz Andalusien, die barocke Iglesia del Carmen sowie die Iglesia de Belén.
Im Nordosten liegt der größte Naturpark Andalusiens, Laguna Fuente de Piedra, ein bedeutendes Vogelbrutgebiet.
Das vielleicht interessanteste Ausflugsziel der Region liegt aber in südöstlicher Richtung.

Die Kalksteinfelsen des Torcal de Antequera, 13 km von der Stadt entfernt, haben durch Erosion bizarre Formen angenommen. Hier dringt man in eine Phantasie-Welt ein, die aus Sauriern, Riesenschildkröten und ähnlichem zu bestehen scheint.

Ganz in der Nähe können Sie auch Alora und den Thermal-Kurort Carratraca besuchen.

Marbella…
die Stadt der Reichen, Schönen, Könige und Schauspieler

Diesen Mythos hat diese Stadt seit jeher. Bekannt ist Marbella besonders durch seinen Luxus Yachthafen „Puerto Banus“, wo sich der Jet-Set an der Mittelmeerküste Spaniens trifft. Hier ist Luxus pur angesagt. Hier ist alles geboten, angefangen von den riesigen Yachten, den Rolls Royce bis hin zu den Nobelhotels und –boutiquen.

Das Gebiet von Marbella war schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Davon zeugen prähistorische Funde in der Höhle Pecho Redondo in der Sierra Blanca. Auch im Stadtteil Las Chapas, in Coro de Correa, wurden Spuren früher menschlicher Besiedlung entdeckt.

Der Ort Marbella wurde durch die Phönizier als Handelsplatz gegründet. Im 3. Jahrhundert v. Chr. kam das Gebiet unter die Herrschaft des Römischen Reiches. An der Mündung des Río Verde sind die Reste einer römischen Villa aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. erhalten. Teile der römischen Siedlung Cilniana, von Historikern der Stadt Salduba zugeordnet, wurden im Stadtteil San Pedro de Alcántara entdeckt.
Der Name Marbellas stammt vermutlich aus der Zeit der Mauren, die den Ort ab 771 n. Chr. beherrschten und ihn Marbilha nannten. Aus dieser Herrschaftsepoche sind noch Burgreste und zwei Verteidigungstürme erhalten. Im Zuge der Reconquista wurde das Gebiet von Marbella 1485 von den Katholischen Königen von Kastilien und Aragon erobert.

Mitte des 20. Jahrhunderts begann in Marbella die Entwicklung des Tourismus. Anfang der 1950er Jahre erwarb Alfonso von Hohenlohe große Landflächen, um sie zu vermarkten. Bereits 1954 eröffnete er im damaligen Dorf Marbella das Marbella-Club-Hotel. Danach entstanden mehrere Urbanisationen und Apartmentanlagen. Viele Prominente, darunter in den 1970er Jahren auch der spätere König Fahd von Saudi-Arabien, ließen sich Villen in und um Marbella errichten. In der Boulevardpresse tauchten unter der Rubrik Marbella folgende Prominente auf: Aristoteles Onassis, Guy de Rothschild, Artur Rubinstein, Audrey Hepburn, Sean Connery, Gina Lollobrigida, Gunter Sachs, Brigitte Bardot, Richard Burton, Omar Sharif, Edward Kennedy und Gunilla von Bismarck.

…liegt ca. 20 km südwestlich von Malaga. Es ist einer der aufstrebensten Fremdenverkehrsorte an der Costa del Sol. Es gibt Benalmadena-Pueblo und Benalmadena-Costa. Wir sprechen hier von dem Küstenort mit seinem extravaganten Hafen, der mir persönlich besser gefällt wie der Prominentenhafen von Marbella. Der Hafen wurde zum „Beste Marina der Welt“ ausgezeichnet. Er bietet Platz für ca. 1000 Yachten.

Dieser Ort ist eigentlich nur vom Tourismus geprägt. Kulturell ist nicht viel geboten.
Im Ortsteil Arroyo de la Miel befindet sich der Bahnhof von Benalmádena und die Talstation der Seilbahn Teleférico. In der Nähe gibt es einen 2003 eröffneten Tierpark (Selvo Marina) mit „Delfinarium“ und „Pinguinarium“. Außerdem befindet sich hier auch sehr großer Park. Hier kann man sehr schön spazieren gehen. Er ist aufgebaut fast wie ein Streichelzoo und für Kinder phantastisch. Aber auch für Erwachsene bietet er wunderbare Anlagen mit einem sehr schönen und großen Kakteengarten.

Comares… der Balkon der Axarquia

Die unglaublich malerische Stadt Comares sitzt oben auf einer Bergspitze 725 m über dem Meeresspiegel. Durch diese exponierte Lage kann man das ca. 25 km entfernte Mittelmeer, wie auch auf den anderen drei Seiten die umliegenden Berge mit ihren malerischen Städten und „Weißen Dörfer“ sehen. Ebenso ist Comares von den meisten Tallagen rundherum zu sehen. Wie bei den anderen „Weißen Dörfern“, so kann auch Comares fast nur zu Fuß erkundet werden.

Es hat einen sehr schönen Hauptplatz mit kleinen Geschäften und schönen Lokalen. Von hier aus kann man dann zu Fuß die Ortschaft besichtigen. Auf der einen Seite ist die Kirche das Ziel und auf der anderen Seite die „Hohe Burg“.

Der Name stammt von dem arabischen Wort für Burg, „Qumarix“. In Nazari Zeiten war es als Hins Qumarix oder „Hohe Burg“ bekannt.
Die erste Festung wurde von den Römern gebaut, aber die Geschichte der Stadt ist vorrömischer Ursprung und die wichtigsten Spuren der Besatzung sind Arabisch. Als die Mauren Comares eroberten machten sie sich die herausragende Lage zu Nutzen und bauten die Stadt zu einer defensiven Hochburg aus. Im 11. Jahrhundert wurde Comares Verwaltungssitz über einen großen Teil der umliegenden Ortschaften. Im 15. Jahrhundert war jedoch die Herrschaft der Mauren zu Ende und im Mai 1487 eroberten die Christen den gesamten Bereich Velez-Malaga und auch Comares. Der letzte muslimische Stadthalter von Comares, Mohammed El Jabis, huldigte dem katholischen Monarchen in der Hoffnung die Invasion abwehren zu können. Aber Ende 1487 fiel alles an die Christen.

… die Kreuzstelle der Kulturen
So überraschend und großartig sich Cordoba seinem heutigen Besucher präsentiert, so überraschend und großartig ist seine Vergangenheit. Cordoba war im 11. Jahrhundert eine der größten Hauptstädte Europas. Die spanische Stadt ist ein Symbol für das Miteinander und Gegeneinander der Religionen und Kulturen. Juden, Christen und Moslems lebten hier im Kalifat friedlich miteinander.

Als Córdoba im 8. Jahrhundert unabhängiges Emirat wurde, erbauten sich die Moslems ein neues Gotteshaus. Damit wurde die Stadt das islamische Pilgerzentrum des Abendlandes. Bedeutende Philosophen, Wissenschaftler, Dichter und Künstler gingen aus dieser Stadt hervor. Diese tausendjährige Stadt, die zum Weltkulturerbe erklärt worden ist, ist ein lebendiges Vermächtnis der verschiedenen Kulturen, die sich dort im Laufe der Geschichte niedergelassen haben. Bald nahmen die Dogmatiker des Islams zu, sie verfolgten Andersdenkende. Aus dem Dialog der Kulturen wurde ein Kampf der Kulturen. Im 13. Jahrhundert, nach dem Bürgerkrieg, zogen hier die katholischen Könige Kastiliens ein. Die Moschee wurde nicht nur zur christlichen Kathedrale geweiht, sondern auch umgebaut. Die offenen Wände wurden geschlossen, ganze Kirchenschiffe angebaut. Mit den Königen kam auch die Inquisition nach Córdoba, dessem Gericht im maurischen Palast Alkazar tagte.
Wer sich etwas mit dem kulturellen Hintergrund Cordobas beschäftigt hat, der wird einem Besuch seiner Monumente – allen voran natürlich die weltberühmte Mezquita, die maurische Moschee – und Museen sicherlich zusätzliche Aspekte abgewinnen.

Sehenswürdigkeiten im Überblick:

Die Stadt gilt als eine der touristischen High-Lights Spaniens. Neben der malerischen Altstadt, gibt es dort noch andere Attraktionen:

  • die Judería (das alte Judenviertel) mit ihren engen Gassen, zahlreicher Gastronomie und der alten Synagoge.
  • Kalif Abd ar-Rahman I. begann 785 den Bau einer beeindruckenden Moschee, der Mezquita, der drittgrößten Moschee der Welt. Mit einer Ausdehnung von 23.000 Quadratmetern begründete sie den Kalifat-Stil, der römische, byzantinische, syrische, persische und gotische Elemente einband und die Wurzel aller spanisch-muslimischen Architektur der nächsten Jahrhunderte war. Etwa 860 Marmorsäulen tragen in parallele Geraden gereiht das Doppelsystem der „Bögen über Bögen“, ein einzigartiges Spiel von Licht und Schatten. Im Jahr der Rückeroberung durch die Christen wurde die Mezquita 1236 zur christlichen Kathedrale geweiht. In ihrer Mitte baute man ab 1523 insgesamt 234 Jahre lang ein gewaltiges Kirchenschiff in einem gotischen Stil, in den aber auch Elemente der Renaissance und des Barock einflossen.
  • Die Puente Romana über den Guadalquivir.
  • Die Torre de Calahorra, eine arabische Befestigungsanlage am Südende der Brücke
  • Der „Alcázar de los Reyes Católicos“, eine große Schlossanlage mit Garten.
  • Die Palastruine Medina Azahara in unmittelbarer Nähe der Stadt, 8 km westlich

Cordoba ist aber auch eine fröhliche Stadt in bester andalusischer Tradition, eine Stadt von Flamenco und Stierkampf, und sicherlich eines der attraktivsten Reiseziele in Südspanien.

…ist die Hauptstadt der autonomen Region Andalusien die „Welthautstadt der Tapas“.

Nach der Legende wurde die Stadt von dem griechischen Helden Herkules gegründet.

Diese Stadt ist gewissermaßen das Herz andalusischer Kultur, das Zentrum des Stierkampfs und des „Flamenco“. Nehmen Sie sich Zeit, wenn Sie Sevilla besuchen und genießen Sie zwischendurch einige „Tapas“ (die typischen spanischen „Snacks“) und ein Glas Jerez-Wein („Sherry“) in einer von wahrscheinlich tausenden Tavernen in dieser Stadt.

Sevilla liegt zu beiden Seiten des bis hierhin schiffbaren Flusses Guadalquivir, in einer weiten, fruchtbaren und wohlangebauten Ebene. Die Fruchtbarkeit des Landes und das warme Klima mit etwa 3000 Sonnenstunden pro Jahr führten dazu, daß schon Phönizier und Karthager hier siedelten. Später kamen die Römer und zwei römische Kaiser, Trajan und Hadrian, wurden hier geboren.

Auch später war Sevilla Heimatstadt berühmter und berüchtigter Persönlichkeiten, der legendäre „Don Juan“ begann von hier aus, die Herzen der Frauen in aller Welt zu erobern, während Kolumbus von einem Hafen in der Nähe aufbrach, um eine Neue Welt zu entdecken. Prosper Merimées „Carmen“, die sich bekanntlich nicht zwischen dem Offizier Don José und dem Torero Escamillo entscheiden konnte – die Folgen werden heute noch in Opernhäusern auf der ganzen Welt besungen – war eine Arbeiterin in Sevillas alter Tabakfabrik. Diese wird heute übrigens als Universität benutzt, ein Beweis für das andalusische Improvisationstalent.

Mit ihren zahlreichen Türmen bietet Sevilla von allen Seiten einen imposanten Anblick. Die eigentliche Stadt nimmt das linke Ufer des Guadalquivir ein und ist von den verschiedenen Vorstädten umgeben. Von der alten, mit 66 Türmen versehenen Ringmauer, die die innere Stadt umgab, sind nur noch Reste vorhanden. Am rechten Ufer des Flusses breitet sich noch die große Vorstadt Triana aus.

Sehenswürdigkeiten im Überblick: => mehr Infos

  • die beeindruckende Kathedrale mit ihrem Turm, Giralda, dem Wahrzeichen der Stadt.
  • den von hohen Mauern umgebenen Königspalast Alcazar Photo im so typischen maurischen Stil
  • das Archivo de Indias Photo, ein Renaissance-Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, in dem die Dokumente über die Entdeckung Amerikas aufbewahrt werden
  • die Kirchen Hospicio de los Venerables und Iglesia de Santa Maria la Blanca
  • ein seltsames Schloß in Miniatur-Format, Costurero de la Reina, die „Nähstube der Königin“
  • die Real Fábrica de Tabacos Photo, die alte Tabakfabrik, in der die Opernfigur Carmen gearbeitet haben soll, und in der heute die Universität untergebracht ist
  • Zu den beeindruckendsten Palästen zählt die Casa Pilatos, errichtet im 15. und 16. Jahrhundert

… ist seit 1704 eine britische Enklave mit ca. 6 qkm Größe und beherrbergt neben den ca. 28000 Einwohnern auch noch einen Flughafen. Für die Engländer ist es natürlich ein wichtiger militärischer Brückenkopf zwischen Europa und Afrika.

Der Felsen von Gibraltar hieß bis zum Jahre 711 noch Calpe. Er wird in der griechischen Mytholoie als einer der Säulen des Hercules bezeichnet.

Erstaunlich ist, dass jährlich ca. 6 Mio. Besucher auf diese Halbinsel strömen, obwohl es außer dem Felsen und dem zwar wunderbaren Blick über die „Straße von Gibraltar“ nach Afrika und die Mainstreet mit dem günstigen zollfreien Einkauf nichts kulturell Erwähneswertes gibt. Aber anscheinend gehört ein Besuch einfach dazu!

Dann liegt Afrika vor der Tür … Marokko

Als greifbar nächstes Land Marokko, mit so bekannten Städten wie z.B. Tanger, ca. 200 km entfernt (zusätzlich 2 Std. Überfahrt mit der Fähre einrechnen) oder Casablanca, Fes, Marakesch, um nur einige zu nennen.

Dieses Nachbarland ist sicherlich sehr reizvoll und liegt von Benajarafe auch sehr nah!

In Andalusien wird, wie fast überall auf der Welt, gerne gefeiert.
Hier einige bemerkswerte Feste oder Feierlichkeiten:

Februar Karneval wird entlang der Küste in vielen Orten gefeiert. Hochburgen sind Malaga, Fuengirola und Marbella. Am 28.2. ist Feiertag; es ist der „Tag Andalusiens“
April Zeit der berühmten Prozessionen in der Osterwoche, der „Semana Santa“. Die beeindruckenste Prozession findet in Malaga statt. Aber auch andere Küstenorte wie z.B. Velez-Malaga, Fuengirola, Torremolinos und natürlich auch Marbella haben sehenswerte Prozessionen.
Mai Am 1. Mai, den „Tag der Arbeit“ ist auch in Spanien Nationalfeiertag.
Juni Am 23. Juni ist die „Nacht von San Juan“. Der Beginn des Sommers wird entlang der ges. Mittelmeerküste mit großen Strandfesten gefeiert. Dabei werden in allen Dörfern selbst gefertigte Puppen verbrannt. Meistens gibt es laute Musik und z.T. auch Feuerwerk oder Böllerschüsse. Es ist ein großes Spektakel.

In Malaga findet die sog. „Verbena“ statt, ein Openair Folklore und Musikfest. Es sind viele kleine Feste; wo Musikgruppen die typischen Klänge und Lieder der Dörfer um Malaga spielen.

Juli Am 16. Juli findet das Fest der „Virgen del Carmen“ statt. Die Jungfrau Carmen ist die Patronin der Seeleute und Fischer. Freiwillige tragen die lebensgroße Figur auf den Schultern durch die Strassen bis zum Hafen, wo sie ein Schiff erwartet. Das Schiff fährt die Küste entlang und ein Priester segnet das Wasser. Diese Prozession ist in allen größeren Orten mit Hafen östlich und westlich von Malaga zu sehen.
August Die „Feria“ von Malaga dauert eine Woche. Sie wird eingeweiht mit einer Ansprache einer berühmten Persönlichkeit Spaniens. 2003 war z.B. der Redner Prinz Philipp. In dieser Woche gibt es div. kulturelle Aufführungen, Feuerwerke, Stierkämpfe Ausstellungen, Umzug von Kutschen und Pferden, Landestypische Tänze. Feste in den Strassen, wo Einheimische in den typischen Trachten tanzen. Die „Feria der Nacht“ wird meistens in Zelten mit vielen Aufführungen und Tanz und Musik bis in den frühen Morgen gefeiert.
September

In diesem Monat wird der Heilige „San Miguel“ gefeiert. Er ist der Patron der Tiere. Fast in allen Städten gibt es „San Miguel-Kirchen oder Kapellen“. Es ist meist ein lokales Fest mit Musik, Tanz, Essen und Trinken. Es gibt aber auch berühmte Wallfahrtskirchen, wie in Torremolinos, wo die Pilger mit Pferdekutschen zur Kirche gefahren werden. Dieses Fest geht bis tief in Nacht.

Am 8. September findet in Malaga die Prozession der „Virgen de la Victoria“ statt. Sie ist die Patronin Malagas. Dieser Tag ist in Malaga lokaler Feiertag.

Im September findet auch das Erntedank- und Weinfest in El Borge statt. Bei diesen Festen gibt es Wein und kleinere Gerichte kostenlos. Dies ist aber nicht nur in El Borge so, sondern in den meisten anderen Orten bei gleich gearteten Festen der Brauch.

Oktober Am 12. Oktober ist der „Tag der Hispanidad“. Es ist ein lokaler Feiertag und erinnert an die Entdeckung Amerikas.
November Am 1. November ist Tag der Heiligen und ist Nationalfeiertag.
Dezember Heiligabend wird ebenfalls am 24. Dezember gefeiert. Traditionell isst die spanische Familie an diesem Abend zusammen. Viele Restaurants und Bars schließen daher meistens sehr zeitig.

Weihnachten feiert man am 25. Dezember. Er ist zwar Nationalfeiertag, wird aber in Spanien nicht groß zelebriert. In Spanien ist nach der Tradition der 6. Januar, der Tag der Hl. drei Könige wichtiger. An diesem Tag gibt es auch die Weihnachtsgeschenke.

Ein religiöser Höhepunkt in Andalusien ist die Karwoche, die Semana Santa

Prozessionen finden die gesamte Heilige Woche über statt, die Hauptprozession ist jedoch in der Regel am Karfreitag. Sie werden von Hermandades bzw. Cofradías genannten Vereinigungen organisiert und durchgeführt. Die Bruderschaften sind in der Regel einer Kirchengemeinde angeschlossen. Zu jeder Prozession gehören mehrere hundert bis zu über tausend Personen. Die Prozessionen setzen sich meist aus den Pasos mit ihren Trägern und Begleitern, den Nazarenos (dt.: Büßer) und Penitentes, und Musikkapellen bzw. Trommlergruppen (in Aragonien) zusammen. Die Büßer gehen oft barfuß, tragen lange Kutten und sind mit der typischen Spitzhaube maskiert, was der Anonymität des Bußakts dient.

Die Prozession beginnt in der Kirche der Heimatgemeinde der jeweiligen Bruderschaft. Ziel ist die Strecke, die für die Erfüllung des Bußaktes vorgeschrieben ist. Diese Strecke ist genau festgelegt und für alle Bruderschaften einer Stadt gleich. In Granada ist das die Strecke vom Rathausplatz zur Kathedrale, durch das Hauptportal in die Kathedrale hinein, bis vor den Altar, seitlich an der Puerta del Perdón (Tür der Vergebung) aus der Kathedrale heraus. Danach zieht die Prozession zur Ausgangskirche zurück. Typisch sind Prozessionen mit Christus- und Marienfiguren und (häufig verschleierten) Büßern.

In Andalusien gibt es auch in den fast allen anderen Städten und kleineren Orten vergleichbare Feiern.

Die Bevölkerung betrachtet oder begleitet die Prozessionen mit besonderem Augenmerk auf die Pasos und in relativer Stille. Etwas lauter geht es bei zwei der bekanntesten Prozessionen in Sevilla zu. Deren Marienbilder, die Virgen de la Esperanza Macarena und die Esperanza de Triana, teilen die Bevölkerung Sevillas geradezu in zwei „Fanlager“. In manchen Orten, darunter Granada, gibt es auch Schweigeprozessionen, während denen die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet wird. Zur Beleuchtung dienen dann nur noch die von den Teilnehmern der Prozession getragenen Kerzen. Bei manchen dieser Prozessionen wird auch die Marschmusik durch kurze, orchestrale Musikstücke ersetzt.

Wichtiger Bestandteil der Prozessionen sind die Pasos. Dabei handelt es sich um tischförmige Konstruktionen, die eine Marienstatue oder eine Szene des Kreuzwegs mit Jesusstatue zeigen. Sie werden von Trägern (Costaleros), Mitgliedern der Hermandades, auf Schultern getragen. Die Träger befinden sich dabei unter den Konstruktionen. Wegen der Seitenbehänge aus Stoff können die Träger die Umgebung also nicht sehen. Kommandos für die Richtung und das Tempo werden von einem Begleiter gerufen. Kommandos für das gleichzeitige Absetzen und Anheben der Konstruktionen werden durch Klopfzeichen gegeben. Das Hauptelement einer jeden Prozession ist die Virgen (Jungfrau Maria), deren Figur mit kostbaren Gewändern, Kerzen und dem typischen Baldachin geschmückt ist.

In Málaga sind die prozernierenden tronos mit teilweise über 4 Tonnen Gewicht besonders mächtig und eindrucksvoll. Sie werden (anstelle der sonst üblichen Costaleros) von bis zu 250 Hombres de trono getragen, die wiederum von den so genannten Nazarenern (nazarenos) begleitet werden. In der Regel besteht ein Zug aus zwei tronos: einer Marienfigur und einer Kreuzwegstation. Eine weitere Unterscheidung der Semana Santa in Málaga ist der schaukelnde Schritt. Es gibt unzählige Geschichten und Anekdoten um die einzelnen tronos: Mena mit dem Cristo de la buena Muerte (Christus des schönen Todes) wird begleitet von der Wüstenarmee Legionarios. Zu Ehren des El Rico wird jedes Jahr ein Gefangener aus dem naheliegenden Gefängnis begnadigt. Diese Tradition hat ihren Ursprung im Mittelalter, als in Zeiten der Pest die Thronträger knapp wurden und sich die Gefängnisinsassen Málagas bereit erklärten, einzuspringen.

In Andalusien werden die Prozessionen von Musikkapellen mit Schlaginstrumenten und Hörnern begleitet. Die Musik ist meistens eine langsame getragene Marschmusik. Sie wird hier und da spontan unterbrochen von der a capella gesungenen Saeta. Das sind Klagelieder der Muttergottes über den Leidensweg ihres Sohnes oder persönliche Klagelieder des Sängers. Dieser Gesang hat starke arabische Anklänge und wird auch als Gattung des Flamencogesanges bezeichnet.